19
Mai

Sauber!

von Andrea Groh in Wortfunde

Nach Hausfrauenart:
Klöße, Schweinebraten, Rindsrouladen –
und jetzt auch Reinigungsarbeiten!

18
Mai

Elan

von Andrea Groh in zurzeit

Ein Feldsalat, der Elan heißt, wie verheißungsvoll! Also blätterte ich das Geld für die Elan-Samen gern hin und schaute mir später die Verpackung an. “Für Herbst- und  Winteranbau” steht da, also nix mit sofort loslegen. Jetzt ist mein Elan erst mal im Keller, aber im Juli kann ich ihn wieder vorholen und säen, juchu.

16
Mai

Schöne Ecken

von Andrea Groh in Blogparade

Earny from Earncastle schickt in Bälde ein Buch auf Reisen – einunddreißig Leute werden auf ein bis vier Seiten in ebendiesem Buch von ihrer Stadt oder einem Lieblingsort berichten, mit Fotos, Schnipseln usw., ganz wie es ihnen gefällt. Ich bin mit Schwarzenberg dabei (obwohl ich beinahe Leipzig genommen hätte) und hab sicher noch jede Menge Zeit, um mir zu überlegen, was ich schreiben und kleben werde …

Wer mitmacht: Sternchen
Und wie Earny das Ganze erklärt: Die schönsten Ecken Deutschlands

15
Mai

Frauenmantel

von Andrea Groh in zurzeit

Auf der Wiese hinterm Haus wächst es zurzeit ganz wild und hoch, doch lange wird das Glück nicht währen, denn der Rasenmäher rückt bald an. So habe ich ein kleines Sträußchen Frauenmantel gepflückt. Die Blätter sind gar nicht flaumig, und die Blüten sehen wie Petersilie aus. Dass das Pflänzchen so heißt, liegt wohl an den Blättern, die an Mäntel oder Umhänge erinnern sollen – und dieser Meinung müssen vor langer Zeit wirklich viele gewesen sein, sonst hätte sich der Name kaum durchgesetzt.

9
Mai

Waldmeister

von Andrea Groh in zurzeit

Keine Ahnung, wie der Waldmeister ins Beet kam, ich dachte erst, er stamme von der Proitzer Mühle, wo sich vor rund einem Jahr wieder viele Texttreff-Frauen trafen, um gemeinsam Workshops zu machen und die Zeit zu genießen. Die Frau Textzicke hatte dort ihre berühmten Kräuterwanderungen angeboten, und ich hab ein Pflänzchen mitgenommen – aber das war nicht Waldmeister, sondern Gundermann, sagt Frau Text-Burger. Egal, die Waldmeister wachsen, dass es eine Freude ist. Und ich muss jetzt noch mal nachschlagen, wie Gundermann aussieht …

8
Mai

Essreif

von Andrea Groh in Wortfunde

Was grün ist, ist nicht reif, das ist in den Köpfen drin. Zumindest, was Obst betrifft. (Und Granny Smith zählt nicht, nein.) Um Mangos geht es hier, die ja nicht gelb oder rot sein müssen, um reif zu sein, da hilft nur Finger anlegen und drücken, aber sachte. Weech muss es sein!

Weil das immer noch nicht alle wissen und die Mangomacher dazugelernt haben, pappen sie Aufkleber auf die grünen Mangos, auf denen zu lesen ist: essreif. Nicht reif, sondern essreif. Warum?

5
Mai

Magie ist ein Verbrechen: “Die Fluchweberin” von Brigitte Melzer

Dieses Buch ist ganz schön dick, ein echter Wälzer. Dabei hat es gar nicht so viele Seiten, “nur” 384. Des Rätsels Lösung:  Es ist wunderbares Papier. Kräftiges, stabiles Papier, ein Fest für die Finger. Logisch, dass da auch über dem Impressum steht, wer das Papier geliefert hat. So was finde ich spannend. :)

“Die Fluchweberin” heißt das Buch, ein Titel, der mich neugierig gemacht hat. Dazu noch das Cover, das fast zurückhaltend wirkt, mit einer Grundfarbe zwischen Grau und Grün, durchwebt von verästelten weißen Fäden. Und mittig oben, um den Buchtitel herum, Ornamente, Figuren und Dinge im Kreis angeordnet. Das hat etwas von einem Armband, an dem einzelne Anhänger, Charms, befestigt sind. Und da “charm” auch Zauber bedeutet, passt das genial, denn um Zauberei, um Magie, geht es in dem neuen Buch von Brigitte Melzer.

“Die Fluchweberin” spielt im heutigen England, Erzählerin und Hauptfigur ist die siebzehnjährige Raine. Mit fünf hat sie auf eine schreckliche Weise ihre Eltern verloren, und davon träumt sie auch zwölf Jahre später noch jede Nacht. Raines Mutter war Zauberin, sie hatte die Gabe, Menschen, denen die Ärzte nicht mehr helfen konnten, zu heilen. Eigentlich eine gute Sache, nicht jedoch in dieser Welt, in der Magie ein Verbrechen ist. Egal wie die Zauberer ihre Kräfte einsetzen, ob für eine gute oder schlechte Sache oder gar nicht – wenn die Magiepolizei sie aufspürt, sind sie verloren. Sie werden nicht direkt getötet, doch mittels einer OP ihrer Zauberkraft beraubt. Dieser Eingriff ist entweder tödlich oder zerstört das Gehirn … Mehr lesen »

4
Mai

Herr Ansprechpartner

von Andrea Groh in Wortfunde

Schaut die Pakete und Päckchen genau an, die ihr bekommt, manchmal lohnt es sich. Mein Lesefreunde-Paket mit den dreißig Hacke-Büchern holte ich vor zwei Wochen in der Stadtbibliothek ab. “Stadtbibliothek” stand auch auf dem  Adressaufkleber, darüber jedoch noch: “Herr Ansprechpartner”. Der hat bei dieser Aktion bestimmt viele Pakete bekommen …

1
Mai

Eiszeit

von Andrea Groh in zurzeit

Temperaturen wie im Sommer, und das heißt: Eiszeit!

27,4 Grad (Aue)

Eis (Schwarzenberg)

26
Apr

Ankommen in einem fremden Land: “Mit Salome sind wir komplett” von Jana Frey

“Mit Salome sind wir komplett” spielt zur Hälfte in Äthiopien und zur Hälfte in Deutschland. Man lernt Salome also schon kennen, bevor sie als Adoptivkind nach Deutschland kommt. Salome ist acht Jahre alt, sie lebt in einem Kinderheim in der Nähe von Addis Abeba. Wer ihre Eltern sind, weiß niemand, sie wurde als Neugeborenes in Plastikfolie eingewickelt bei einer Kirche gefunden und ins Heim gegeben. Dort hat sie zwar Hiwot, die kocht und die Kinder bemuttert, wenn sie krank sind, sie hat ihren Freund Elias und eine kleine Ziege, Nuug. Doch eine Familie hat sie nicht.

In Deutschland hat Salome mit einem Mal Eltern – Ulli und Tobias –, einen neuen Bruder, den zehnjährigen Jonathan, und eine Oma, “die Piekfeine”. Die Menschen sind ihr fremd, die Sprache ist ihr fremd, das Essen ist ihr fremd, das Wetter ist ihr fremd. So verstummt Salome und isst kaum noch. Doch es wird wieder. Ihre neuen Eltern bringen ihr große Zuneigung entgegen. Ihr neuer Bruder lehnt sie erst ab (er hätte lieber einen Irischen Wolfshund gehabt), dann rappeln sie sich aber zusammen. Als Salome ausreißt, trifft sie auf den Ewig Summenden, Mamdi, der aus der Elfenbeinküste stammt. Er wird Teil der Familie und hilft Salome, im neuen Land heimisch zu werden.

Die Autorin, Jana Frey, hat ein gutes Händchen für Details und ein gutes Gefühl für Sprache. Sie zeigt Menschen: Hiwot, die liebevolle Distanz zu den Heimkindern wahrt und weint, wenn Babys, die neu ins Heim gekommen sind, sterben. Die gelähmte Naima, die im Heim Märchen erzählt und den Mädchen die Haar flicht. Monsignore Barnabas, den Salome “Kindereinsammler” nennt, weil er für die Heimkinder Adoptiveltern findet und sie dann aus dem Heim weggehen. Salomes Fast-Freundin Sanou, deren Brüder gestorben sind, deren Mutter weggelaufen ist und deren Vater sie verprügelt hat. Das ist manchmal harter Tobak. Aber das steht nicht im Mittelpunkt (denn der Mittelpunkt ist Salome), das läuft so mit. Und Jana Frey erzählt es aus Salomes Perspektive, für die dieses Leben und solche Lebensgeschichten Alltag sind. Sie erzählt es so, dass es für Kinder ab neun Jahren genau richtig ist. Und im Grunde ist das Buch so warm und sonnig wie das wunderschöne Cover: Es ist eine hoffnungsvolle Geschichte mit einem überraschenden und glücklichen Ende. Mehr lesen »